1. Lebenswoche

In der ersten Lebenswoche passiert sehr viel, auch wenn die kleinen Hundebabies nur schlafen und trinken. Unglaublich schön ist es, neben der Wurfkiste zu sitzen und ihnen beim Wachsen zuzusehen. Wir genießen jeden Augenblick dieser wertvollen Zeit. Alle sechs Schönheiten tragen nun ihren Namen und damit gewinnen sie auch schon, obwohl so klein und zart, eine Persönlichkeit. Wir lieben diesen Moment und freuen uns über Gustav, Grace, Gwyn, Greta, Gaston und Gioia.


2. Lebenswoche

Im Laufe der Woche öffneten sich die Augen der Welpen. Die zarte Grace war die Erste, die uns mit ihren dunklen Augen ansah. Das ist für jeden von uns immer wieder ein magischer Augenblick. Mit dem Öffnen der Augen beginnen die Welpen gleichzeitig auch sich mehr zu bewegen und bleiben für kurze Momente nach dem Trinken wach, kuscheln ein wenig mit den Geschwistern, um dann gleich wieder in tiefen Schlaf zu fallen. 

Cannelle blüht auf und strahlt mit ihren Kindern. Das Muttersein steht ihr so gut, ihr Fell glänzt wie noch nie vorher. Mit Freude bereite ich ihr die besten Mahlzeiten zu, die sie dann mit Genuss langsam und bedächtig bis zum letzten Krümel auffrisst. Was für ihre extravagante Nahrungsaufnahme normalerweise ungwöhnlich ist. Eigentlich müsste sie immer einen Korb voller Welpen hüten, dann wäre sie in ihrem Element. Sie sorgt und pflegt mit so großer Hingabe und Ruhe ihre Kinder, dass ich sie oft einfach liebkosen muss, während ihre Welpen an ihr saugen und dabei sieht sie mich an und ihr Blick sagt einfach "Glück".


3. Lebenswoche

Viele kleine Welpen sind schon bei uns aufgewachsen und man könnte meinen, dass sich vielleicht eine gewisse Routine einspielt. Ja, wir sind natürlich erfahrener und kennen alle Phasen der Entwicklung der Welpen. Aber es gibt keine wirklich passende Beschreibung, was passiert, wenn man es immer wieder neu erlebt. Wir sind verliebt bis über beide Ohren in diese wundervollen Kinder.


4. Lebenswoche

In dieser Woche sind aus kleinen Hundebabies ganz wunderbare muntere und agile Welpen geworden. Es ist wieder ein sehr entspanntes Rudel, was aber auch Cannelle's ruhiger und souveräner Pflege zuzuschreiben ist. Naürlich spielt auch das ausgeglichene und besonnene Wesen von Papa Oscar eine große Rolle. Rundum versorgt von unseren liebevollen, umsichtigen und verspielten Hunden, gedeihen die sechs Wonneproppen in rasender Geschwindigkeit. 

Gut, dass sie noch nicht wissen, wie die Welt da draußen sein kann. Deshalb bin ich sehr vorsichtig und vertraue diese Wunder nur Menschen an, die unsere Arbeit zu schätzen wissen und sich nicht von Neid und Missgunst und den Machenschaften gewisser Menschen in dieser verrückten Kromrohrländerwelt beeinflussen lassen.


5. Lebenswoche

Wie kann ich etwas beschreiben, was so schön ist?  

Diese Welpen sind für uns das Erstaunlichste, was wir bisher erlebt haben. Jeder von ihnen hat in diesem jungen Alter eine wunderbare Ausstrahlung und liebevolles Wesen. Am liebsten würden wir sie alle behalten, um weiter beobachten zu können, wie sie sich entwickeln. Das geht natürlich nicht, aber sie sind alle so wundervolle Hunde, dass es uns jetzt schon schwer fällt, sie wieder gehen zu lassen. Bald muss ich die Entscheidung treffen, wo ihr Lebensplatz sein wird. Das ist nicht leicht und gleichzeitig freue ich mich, dass jeder von ihnen einen Menschen oder eine Familie begleiten darf und Glück und Liebe im Übermaß schenken wird. Wir sind jetzt schon so reich beschenkt von diesen Wesen, die uns so viel geben.


6. Lebenswoche

Wir staunen weiter über diese kleinen Hunde, sie sind einfach phänomenal, ausgesprochen intelligent, entspannt und liebevoll. Jeder Welpe  hört auf seinen Namen und kommt angewackelt, wenn er gerufen wird. Alle suchen den Blickkontakt, wenn sie etwas unsicher sind, oder einfach, um ihre Verbundenheit auszudrücken. Immer suchen alle den nahen Körperkontakt zu uns, begrüßen uns vorsichtig und liebevoll mit einem Blick aus ihren glänzenden Augen, dass man einfach dahinschmilzt. Wir zeigen den kleinen Hunden wohldosiert neue Dinge, wir wollen sie nicht überfordern und wiederholen lieber positive Erfahrungen öfter, bevor wir mit neuen Aufgaben beginnen.


7. Lebenswoche

In den vielen Jahren mit unseren Welpen und Hundemüttern durfte ich sehr viel lernen. Die Zeit der Aufzucht ist kein Programm, das abgespult wird, um sich als gute Züchterin zu bezeichnen. In der Theorie sieht es oft anders aus, als in der Praxis. Es läuft auch nicht einfach so nebenbei, sondern ist eine herausfordernde und verantwortungsvolle Aufgabe, in der man flexibel auf Unvorhergesehenes reagieren und eine gute Menschenkenntnis und Entscheidungskraft haben muss. Es sind nicht nur süße Hundebabies, die beschützt und gut ernährt mit den üblichen Prägungsritualen nach acht oder zehn Wochen in die Hände von Menschen gegeben werden, die dann hoffentlich gut mit ihnen umgehen.

Von Anfang an sind es für mich Hunde, die ich auf das Leben mit einem Menschen und seiner Umgebung vorbereite. Dabei ist die Qualität und nicht die Quantiät all dessen, was so ein kleiner Welpe erfahren kann, von entscheidender Bedeutung für sein Leben. In jedem Hundebaby steckt ein enormes Potential und es macht mir sehr viel Freude, dieses Geschenk in seiner Entwicklung zu unterstützen, Vertrauen und Ruhe aufzubauen und es jeden Tag mitzuerleben. Was für ein Glück wir haben!